BeTriebsFest

von Reinhard Seibold   



Es spielten:
Babsi Hoiß, Stutzi Weigslberger, Reinhard Seibold,
Richard Pflügler, Renate Polz, Elke Pump,
Helga Seibold, Gerlinde Müller, Thomas Hoffmann, Chris Schwaiger.

Statisten: Thomas Schollerer, Angelika Schwaiger, Anja Garbatsch,
Richard Fischer, Wasti Hobmeier.
            
Regie: Toby Seibold
 

Inhaltsangabe:


BETRIEBSFEST  -   Eine Wirtschaftssatire   Was ich habe, gehört mir und da bleibt es auch und das bisschen, das du hast, bekomme ich auch noch. Und da bleibt es so lange, bis gleich nach mir die Sintflut kommt, deren Auslösung aber nur ich bestimme. Ich bin nämlich der Größte und der Beste, denn ich bin der Lauteste! Das ist der Führungsstil unserer Zeit. Die Politik macht es vor, die Wirtschaft nach. So bauen zum Beispiel die Firmen, die die größten Gewinne machen, die meisten Arbeitsplätze ab, deren Bosse kassieren um so mehr, je höher die Abschusszahlen sind und die Krankenkassen, die endlich in die schwarzen Zahlen kommen, bedienen erst mal ihre Vorstände. Denn die Vorstände sind die Krankenkassen. Dieses Virus setzt sich immer weiter nach unten fort und hat sich offensichtlich bereits überall eingenistet. In jeder Firma, in jeder Behörde. Jeder kennt dieses Virus und keiner tut etwas dagegen, denn will dieses Virus in seinem geheimsten Innersten nicht jeder haben?   Auch in der KBB AG gibt es dieses Virus. Der Boss und große Macher – zumindest glaubt er das – ist Herr Franticzek. Er ist der Größte, der Beste, der Unwiderstehlichste. Und nur ihm haben es seine Mitarbeiter zu verdanken, dass die KBB AG dort steht, wo sie steht. Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum gibt es ein Fest. Der Alkohol gibt die verborgenen Triebe frei. Frau Blümel welkt trotz enormer Flüssigkeitsaufnahme dahin, Roswitha Fischer ködert sich ein „Prachtexemplar“, Elli Hecht wird durch den Mann ohne Worte mit der nackten Wahrheit konfrontiert, während die frustrierte Brigitte Wal aus ihren Tiefen auftaucht. Der schüchterne Raab hört auf das stetige Geschwätz des Fink, der selbst einige Federn lassen muss. Nach dem Fest ist nichts mehr wie es war. Sogar dem Kantinenpersonal Gerda Löffle und Franz Heiss kommt einiges hoch. Die KBB AG muss schließlich saniert werden. Und wie man am Anfang des 21. Jahrhunderts saniert, das wissen wir alle.   

Das Stück ist zu haben beim Mund-Art-Verlag (siehe www.mundart-verlag.de)